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Flexibilität und Markttrends im Fokus: Liebisch setzt auf moderne Lagerstruktur und Lagertechnik

23.06.2023

Jetschke Industriefahrzeuge (GmbH & Co.) KG schafft intelligente Automatisierungslösung im Lager von Liebisch und schließt das Projekt nach einjähriger Laufzeit nun ab

Die Jürgen Liebisch GmbH wurde 1975 als Zwei-Mann-Betrieb in Hamburg gegründet und ist seitdem zu einem erfolgreichen mittelständischen Unternehmen im freien Autoersatzteilemarkt herangewachsen. Heute befindet sich der Hauptstandort sowie das Logistikzentrum in Glinde.

Mit einem Produktportfolio in über 100 Produktgruppen und mehr als 13.000 Artikeln bedient der Mittelständler sämtliche Anforderungen des freien Aftermarkets.

Flexibel auf die Bedürfnisse des Marktes zu reagieren und Trends frühzeitig zu erkennen, zählt zur Firmenphilosophie von Firma Liebisch. Um dieser treu zu bleiben, sind moderne Materialflusslösungen und die passenden Maschinen unabdingbar. Um das umzusetzen, fand Liebisch in Firma Jetschke aus Hamburg den perfekten Partner.

Logistics & Distribution als Projektauftakt

Der erste Kontakt zwischen Jetschke und Liebisch kam auf der Logistics & Distribution Messe, nun bekannt als Logistics & Automation, zustande. Grund dafür war vor allem der Linde L-MATIC, der live am Messestand von Jetschke seine Runden drehte. „Das war ein echter Eyecatcher und auch der Grund, weshalb ich am Stand von Jetschke stehengeblieben bin“, berichtet Julia Pointner, Projektleiterin bei Liebisch. Pointner war unter anderem zur Messe gekommen, um nach einer geeigneten Automatisierungslösung Ausschau zu halten. Nach ersten Gesprächen am Messestand blieb Ihr Jetschke positiv in Erinnerung. Wenige Wochen später wurde erneut der Kontakt zu Jetschke hergestellt und das Projekt kam ins Rollen.

In enger Zusammenarbeit wurden dann die Ziele und die gewünschte Richtung des Projekts definiert.

Was folgte, war eine Proof-of-Concept-Demonstration direkt am Standort in Glinde. "Zu sehen, dass so eine selbstfahrende Maschine recht schnell installiert und betriebsbereit ist, war schon beeindruckend. Für uns war zwar klar, dass wir irgendwann in Richtung Automatisierung gehen wollen, aber die Details waren noch offen“, berichtet Pointner.

L-MATIC 12 AC

Der L-MATIC 12 AC kommt dank intelligenter Konturnavigation (SLAM) ohne Leiterbahnen im Boden oder Laserreflektoren aus

Im ersten Schritt kommt ein Linde L-MATIC 12 AC zum Einsatz. Dieses Fahrzeug verfügt über freitragende Gabelzinken und kann dadurch problemlos verschiedene Arten von Transporten durchführen, sei es das Aufnehmen von Paletten längs oder quer, die Bodenaufnahme oder das Bedienen von Regalen. Hauptsächlich wird das Fahrzeug im Wareneingang und optional für die Bereitstellung kommissionierter Artikel für den Packbereich eingesetzt.

Die Mitarbeitenden haben die selbstfahrenden Stapler positiv aufgenommen – laut Pointner ein wesentlicher Erfolgsfaktor: "Wir haben alle Kolleg*innen aus dem Lager eingebunden und informiert, das war uns besonders wichtig", berichtet Sie. Es war ihr ein Anliegen zu vermitteln, dass dadurch keine Arbeitsplätze gefährdet sind, sondern dass die AGV eine unterstützende Funktion haben.

Mit den Marktanforderungen Schritt halten

Neben der Einführung von Linde-AGVs wurde auch die Idee einer neuen Hallenstruktur ins Auge gefasst. Liebisch hat im Hinblick auf eine zukunftssichere Ausrichtung verschiedene Stufen der logistischen Entwicklung festgelegt. Diese umfassen die Implementierung eines Lagerverwaltungssystems, die Neuorganisation der Arbeitszonen im Gebäude sowie den Einsatz von weiteren Linde AGVs. Alle diese Maßnahmen werden im Laufe des Jahres 2023 umgesetzt.

Im Kontext der Intralogistik und Automatisierung stellt sich die zentrale Frage: "Wie arbeiten wir heute und wie müssen wir morgen arbeiten, um wettbewerbsfähig zu bleiben?"

Morten Fischer betont die Wichtigkeit, die aktuellen Arbeitsweisen kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls anzupassen, um im Wettbewerbsumfeld erfolgreich zu bestehen. Angesichts der ständigen Weiterentwicklung und technologischen Fortschritte ist es entscheidend, neue Möglichkeiten der Automatisierung zu erkunden. Das Team von Liebisch teilt diese Ansicht; Selbst in turbulenten Zeiten lautete das Leitmotiv "Jetzt erst recht!". Pointner: „Dieser Ansatz dient dazu, auch in Krisenzeiten Flexibilität zu gewinnen und nicht in einem starren Zustand zu verharren.“

Liebisch_Jetschke

(v.l.n.r.) Morten Fischer (Jetschke), Julia Pointner (Liebisch), A. Köhler (Liebisch) und Mel Alexander Bruns (Jetschke) freuen sich über den gelungenen Projektabschluss.