Fossilfrei: Jetschke betankt Mietflotte mit HVO100

17.03.2026

Schrittweise im Laufe der nächsten Wochen betankt Jetschke sämtliche Dieselstapler in der eigenen Mietflotte mit HVO100. Damit können Nutzer ihre CO2-Emissionen schnell und unkompliziert um bis zu 90 % senken – im Vergleich zum fossilen Diesel.

„Bitte 250-mal HVO100!“ – Jetschke befüllt seine insgesamt 250 Miet-Fahrzeuge, die per Diesel angetrieben werden, erstmals mit dem erneuerbaren Kraftstoff. HVO wird aus hydriertem Pflanzenöl gewonnen (Hydrogenated Vegetable Oils).

Der Vorteil: Ohne Investitionen in neue Elektro-Technik oder Infrastruktur können Nutzer von Verbrenner-Staplern und anderen Diesel-Güterfahrzeugen mit HVO schnell und einfach ihre CO₂-Emissionen reduzieren.

HVO-Mischbetankung problemlos möglich

Die Kunden des Jetschke Mietservices haben anschließend die Wahl: Sie können ihre Mietfahrzeuge mit HVO100 als so genannter Drop-in-Kraftstoff nachtanken oder mit fossilen Dieselkraftstoffen mischen.

HVO kann in sämtlichen Diesel angetriebenen, aktuellen Verbrenner-Gabelstaplern von Jetschke und Linde Material Handling sowohl rein – also als „HVO100“ – als auch gemischt mit fossilen Dieselkraftstoffen eingesetzt werden. Der Oberbegriff HVO (Hydrogenated Vegetable Oils) steht bei Jetschke für hydrierte, paraffinische Dieselkraftstoffe (XTL) und entspricht der Norm DIN EN 15940.

„Well-to-Wheel“-Perspektive erfasst Klimawirkung

HVO100 ist hergestellt aus Pflanzenabfall- und -reststoffen. Im Vergleich zu fossilem Diesel können mit HVO100 die CO2-Emissionen um bis zu 90 Prozent gesenkt werden. Der Grund: Über den Lebenszyklus hat die Biomasse zuvor CO2 aus der Atmosphäre aufgenommen. Genauer heißt das: Abhängig vom Rohstoff – zum Beispiel Erdöl oder nachwachsende Pflanzenreste – zeigt die „Well-to-Wheel“-Perspektive eine deutliche Reduktion von Treibhausgasen.

Well-to-Wheel heißt „von der Quelle bis zum Rad“ und bezieht sich auf den Kreislauf von der Verarbeitung und den Transport bis hin zur tatsächlichen Verbrennung im Fahrzeug. Sie erfasst demnach die komplette Klimawirkung.

Fördert Dekarbonisierung und schont Motor sowie Maschine

Neben dem Beitrag zur Dekarbonisierung bringt HVO auch Vorteile für Motor und Maschine, was auf die Nachhaltigkeitsbilanz einzahlt. Beim HVO liegt die Cetanzahl zwischen 70 und 90 – im Vergleich zum fossilen Diesel mit einer Cetanzahl zwischen 51 und 60.

„So wird der Kraftstoff sauberer verbrannt und hinterlässt weniger Ablagerungen im Motor“, sagt Torben Dehn, Leiter Miete und HVO-Ansprechpartner bei Jetschke. „Und auch die Luft in der näheren Umgebung bleibt sauberer, denn neben CO2 werden auch Emissionen wie Stickoxide und Feinstaub reduziert.“

Da der Rohstoff aus einem Abfallprodukt generiert ist, entsteht zudem keine Flächenkonkurrenz mit dem Anbau für Nahrungsmittel. Insbesondere für Einsätze in der Landwirtschaft kann darüber hinaus das bessere Kaltstart- und Lagerverhalten von HVO vorteilhaft sein.

Strategischer Vorteil: Unmittelbar verfügbar, technisch sicher und flexibel

„Für Unternehmen, die das jetzt nutzen, ist HVO kein Kompromiss gegenüber Staplern mit Elektro-Antrieb, sondern ein strategischer Vorteil“, sagt Torben Dehn. „Nachhaltigkeit in der Logistik beginnt nicht erst mit dem nächsten Fahrzeugkauf. Mit HVO steht eine sofort verfügbare Lösung bereit – wirtschaftlich sofort umsetzbar, technisch sicher und regulatorisch zukunftsfähig.“

Haben Sie Fragen zum Betanken mit HVO? Wir beraten Sie gern!

Leitung Miete

Torben Dehn